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Ein Blick auf den Automobilzuliefermarkt: Bosch, Delphi, Faurecia


Veröffentlicht am: - 21.08.2017 Autor: Di Maggio, EIC
Ein Blick auf den Automobilzuliefermarkt: Bosch, Delphi, Faurecia

Die August-Ausgabe der Spalte "Ein Blick auf die Märkte" konzentriert sich auf die Automobilzuliefererindustrie, ein riesiger Markt mit Hunderten von weltweit operierenden Unternehmen. Diese Branche ist offensichtlich von den Schwankungen der Kfz-Verkäufe betroffen, aber auch von den aktuellen und zukünftigen Trends der Automobilindustrie (Um das Problem zu vertiefen, lesen Sie z.B. Automotive aluminum is entering its most unprecedented growth phase).

Der Artikel analysiert die Performance von drei Aktiengesellschaften, die in dieser Branche besonders prominent sind, mit aktuellen Informationen über ihre Geschäftstätigkeit. 

Diese Ausgabe behandelt die folgenden Unternehmen:
Bosch, mit Sitz in Stuttgart, Deutschland
Delphi, basiert in Gillingham, Großbritannien
Faurecia, Hauptsitz in Nanterre, Frankreich

Wir laden Sie auch ein, den letzten Teil des Artikels zu lesen, der neu veröffentlichte Marktstudien auflistet, die direkt oder indirekt die genannte Industrie betreffen und eine zusätzliche Informationsquelle darstellen.

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Bosch

Die Bosch-Gruppe, Stuttgart (04/05/2017): Der Technologie- und Dienstleistungs-Zulieferer für die Automobilindustrie und andere Industriebranchen mit weltweit etwa 390.000 Beschäftigten erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 73,1 Mrd. €. Das entspricht einem Wachstum von 3,6%, wechselkursbereinigt um 5,5%. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) belief sich auf 4,3 Mrd. €, die operative Rendite damit auf 5,8%. Das Unternehmen erhöhte seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 7 Mrd. €.
In Europa erzielte die Bosch-Gruppe 2016 einen Umsatz in Höhe von 38,6 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Erlöse um 3,4% (wechselkursbereinigt um 4,8%). Der Umsatz der Gruppe in Nordamerika ging im vergangenen Jahr um 2,2% auf 12,3 Mrd. € zurück (wechselkursbereinigt minus 1,8%). In Südamerika konnte die Bosch-Gruppe nach Jahren erstmals wieder den Umsatz steigern, wechselkursbereinigt um 2,4%. In der Region Asien-Pazifik verzeichnete Bosch 2016 ein Umsatzplus von 8,3% auf 20,8 Mrd. € (wechselkursbereinigt um 12%). Bosch investierte im Jahr 2016 etwa 660 Mio. € in seine chinesischen Standorte und erzielt jetzt fast 30% seines Umsatzes in der Region Asien-Pazifik.

Projekte
Die Bosch-Gruppe baut ihre Produktionskapazität in China weiter aus und investiert 100 Mio. Euro in ein neues Werk in der südostchinesischen Stadt Nanjing. Auf einer Fläche von rund 20.000 m² soll dort ab 2019 für die Region Asien-Pazifik ein vakuumunabhängiger elektromechanischer Bremskraftverstärker produziert werden, der für alle Antriebskonzepte geeignet ist, vor allem für Hybrid- und Elekrofahrzeuge. Die neue Fabrik wird auch mit Industrie-4.0-Komponenten ausgestattet sein. Bosch ist seit 1909 in China tätig. Alle vier Unternehmensbereiche (Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods
Energy und Building Technology) arbeiten jetzt an mehr als 60 Standorten im Land. Mit etwa 59.000 Beschäftigten ist China Heimat der größten Bosch-Belegschaft hinter Deutschland.


Ausblick

Für das Jahr 2017, vor dem Hintergrund weiterhin verhaltener Konjunkturaussichten und geopolitischer Unsicherheit, verfolgt
Bosch das Ziel, den Umsatz um 3 bis 5% zu steigern.


Firmenpräsentation/Geschäftsbericht

https://www.bosch.com/de/explore-and-experience/geschaeftsbericht-2016/


Quellen

http://www.bosch-presse.de/pressportal/de/de/guter-start-ins-jahr-bosch-steigert-umsatz-in-allen-bereichen-und-regionen-102784.html
http://www.bosch-presse.de/pressportal/de/de/bilanz-pressekonferenz-2017-100160.html


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Delphi Automotive PLC


Delphi Automotive PLC, Gillingham, Kent/UK (02/08/2017): Der Hersteller von Fahrzeugteilen mit etwa 166.000 Beschäftigten legte seine Finanzdaten für das zweite Vierteljahr 2017 vor. Das Unternehmen, das aus den Bereichen Electrical/Electronic Architecture, Powertrain Systems und Electronics & Safety besteht, verzeichnete in diesem Zeitraum Einnahmen in Höhe von 4,3 Mrd. USD, was gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum eine Steigerung von 3% darstellt. Bereinigt um Währungseinflüsse, Rohstoffpreisentwicklungen und die Veräußerung des Unternehmensbereiches Mechatronics stieg der Umsatz um 5%. Das angepasste operative Ergebnis belief sich auf 587 Mio. USD, was einer Steigerung um 1% betrifft (580 Mio. USD im entsprechenden Vorjahreszeitraum). Die Daten reflektieren ein Wachstum von 3% in Europa, 16% in Asien, 15% in Südamerika und eine gleich bleibende Leistung in Nordamerika. Das Unternehmen erzeugte einen Netto-Cashflow aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von 599 Mio. USD im zweiten Vierteljahr (575 Mio. USD im entsprechenden Vorjahreszeitraum).


Projekte

Das Unternehmen arbeitet weiter an der geplanten Ausgliederung seines Geschäftsbereiches Powertrain Systems Segments, der ein neues eigenständiges börsennotiertes Unternehmen werden soll. Die Transaktion soll bis März 2018 beendet sein.
In Mai 2017 verkündeten die BMW-Gruppe, Intel und Mobileye ihre Absicht, Delphi als Entwicklungspartner und System-Integrator für ihre Plattform zum autonomen Fahren aufzunehmen. Die vier Partner wollen gemeinsam ein Kooperationsmodell auf die Beine stellen, um ausgearbeitete Lösungen OEM-Zulieferern der Automobilindustrie und eventuell auch anderen Industriebranchen anzubieten. Delphi hat schon den Prototyp einer einheitlichen Plattform der BMW-Gruppe zur Verfügung gestellt und kooperiert mit Intel und Mobileye auf den Gebieten Wahrnehmung, Sensor-Fusion und leistungsstarkes, rechnergesteuertes automatisiertes Fahren.
https://newsroom.intel.com/news-releases/bmw-group-intel-and-mobileye-announce-delphi-as-a-development-partner-and-system-integrator-for-their-autonomous-driving-platform/


Ausblick

Die Finanzprognose für das gesamte Geschäftsjahr 2017 is wie folgt:
Nettoumsatz: 16.850 Mio. USD – 17.050 Mio. USD
Angepasstes operatives Ergebnis: 2.240 Mio. USD – 2.300 Mio. USD
Angepasste operative Ergebnismarge: ~13,4% – 13.5%

Firmenpräsentation / Geschäftsbericht
https://www.delphi.com/docs/default-source/financial-documents/delphi-annual-report-2016520d8deae62f660c92f7ff14007238af.pdf?sfvrsn=5322eb49_2


Quellen

https://investor.delphi.com/investors/press-releases/press-release-details/2017/Delphi-Reports-Second-Quarter-2017-Financial-Results-Raises-Full-Year-Outlook/default.aspx
http://www.prnewswire.com/news-releases/delphi-reports-second-quarter-2017-financial-results-raises-full-year-outlook-300497807.html
https://markets.ft.com/data/equities/tearsheet/forecasts?s=DLPH:NYQ
https://www.automotiveworld.com/news-releases/delphi-reports-second-quarter-2017-financial-results-raises-full-year-outlook/


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Faurecia


Faurecia, Nanterre/Frankreich (21/07/2017): Der Hersteller von Fahrzeugteilen mit fast 100.000 Beschäftigten weltweit verzeichnete für das erste Halbjahr 2017 eine Zunahme des Betriebsgewinns um 20% auf 587 Mio. € auf (verglichen mit dem H1 2016). Das Nettoergebnis stieg um 28% auf 314,4 Mio. € (245,0 Mio. € im H1 2016). Der Absatz von Teilen und Komponenten, die an Hersteller geliefert wurden, belief sich auf 7.811,0 Mio. €, denen 7.294,7 Mio. € im erste Halbjahr 2016 gegenüberstehen. Dies entspricht einer Zunahme des Umsatzes mit Teilen um 7,1% auf berichteter Basis und einem organischen Wachstum von 7,3%. Der Absatz von Werkzeugen, F&E-Leistungen, Prototypen und anderen Dienstleistungen im ersten Halbjahr 2017 summierte sich auf 773,7 Mio. €, denen 627,0 Mio. € in der ersten Hälfte von 2016 gegenüberstehen. Dies entspricht einer Zunahme um 23,4% auf berichteter Basis und einem organischen Wachstum von 21,9%. Faurecia besteht aus den Unternehmensgruppen Seating, Interiors, and Clean Mobility.


Projekte

In Juli gab 2017 Faurecia einige herausragende Aktivitäten in China bekannt. Das Unternehmen gründete ein Joint-Venture-Unternehmen mit der Firma Liuzhou Wuling Industry Co.Ltd., die in Liuzhou, Provinz Guangzhou, ansässig ist. Das Joint-Venture wird komplette Sitze, Rahmen und andere Sitzkomponenten herstellen und verkaufen, anfangs an SGM Wuling von drei bestehenden Fabriken aus und einer weiteren, die noch gebaut werden soll.
Faurecia unterzeichnete auch eine Joint-Venture-Vereinbarung für das Clean-Mobility-Geschäft mit Dongfeng Motor Parts & Components Group CO., Ltd in Wuhan. Das neue Unternehmen beabsichtigt, für die mit Dongfeng verbundenen OEM-Marken Clean-Mobility-Lösungen zu liefern, die für Personenkraftwagen als auch für Nutzfahrzeuge vorgesehen sind. Das neue Joint-Venture mit Sitz in Xiangyang soll 2018 seinen Betrieb aufnehmen.
Faurecia hat für insgesamt 1,45 Mrd. RMB (193 Mio. €) eine Mehrheitsbeteiligung am chinesischen Unternehmen Jiangxi Coagent Electronics erworben. Jiangxi Coagent Electronics hat sich auf Infotainment- und Interieur-Elektroniklösungen spezialisiert, einschließlich Integration von Digitalanzeigen und HMI-Technologien. Das Unternehmen beschäftigt 1.300 Mitarbeiter, darunter mehr als 300 Ingenieure. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Jiangxi Coagent Electronics befindet sich Foshan, die Produktion in der Provinz Jiangxi. Das Unternehmen ist Zulieferer führender chinesischer Automobilhersteller und verzeichnet ein starkes Umsatzwachstum. Nach 148 Mio. € Umsatz im Jahr 2016 soll dieser bis 2019 auf 270 Mio. € steigen.
Außerdem hat Faurecia in Marokko eine neue Sitzfabrik eröffnet und dazu 170 Mio. dirhams (mehr als 15,3 Mio. €) in die 12.800 m² große Anlage investiert. Dort werden 1.300 Mitarbeiter beschäftigt sein, eventuell werden weitere 500 hinzukommen. Die Fabrik ist für eine Produktion von täglich 10.000 Leder- und Stoffsitzen ausgelegt, speziell für die Peugeot-Modelle 3008 und 5008. Das Niveau der Mitarbeiter-Ausbildung, die Erfahrung der Mitarbeiter auf dem Textilgebiet und das zeitgemäße digitale Produktionssystem machen Salé zu einer Benchmark für die Industrie. Mit den Standorten Kenitra und Salé in Marokko und Ben Arous in Tunesien ist Faurecia der führende Hersteller von Kraftfahrzeug-Sitzbezügen in Nordafrika.


Ausblick

Für das Finanzjahr 2017 erwartet das Unternehmen eine operative Marge von 6,6% bis 7,0% des Wertschöpfungsumsatzes (die bisherige Leitlinie vom 9. Februar 2017 erwartete "zwischen 6,4% und 6,8% des Wertschöpfungsumsatzes”) mit einem Netto-Cashflow von mehr als 350 Mio. USD (unverändert zur Leitlinie vom 9. Februar 2017). Das Unternehmen ist voll im Plan, um die Zielsetzungen für 2018 zu erreichen


Firmenpräsentation/Geschäftsbericht

http://www.faurecia.com/files/corporate/news/file/rfs_hy1_2017_eng_0.pdf


Quellen

http://www.faurecia.com/files/corporate/news/file/faurecia_h1_2017_press_release.pdf
http://www.faurecia.com/files/corporate/publication/file/h1_2017_results_vdef.pdf
http://www.faurecia.de/faurecia-verzeichnet-starke-leistung-im-ersten-halbjahr-2017
http://www.faurecia.de/uber-faurecia
http://www.faurecia.de/presse


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Latest trends – Marktstudien

Automobilzuliefer-Branche


2017 Automotive Trends
https://www.strategyand.pwc.com/trend/2017-automotive-industry-trends
http://www.pwc.com/gx/en/industries/automotive/publications/m-and-a-insights-2016.html?_ga=2.5842224.2021735234.1501768030-974037715.1501768030

The road to 2020 and beyond: What’s driving the global automotive industry?
https://www.google.de/search?hl=de&q=market+survey+automotive+suppliers+2017&oq=market+survey+automotive+suppliers+2017&gs_l=psy-ab.3...2924.12901.0.13500.39.39.0.0.0.0.168.4726.3j35.38.0....0...1.1.64.psy-ab..1.37.4545...0j0i131k1j0i67k1j0i22i30k1j0i19k1j0i22i30i19k1j33i22i29i30k1.nDEOzCJtVfw


Global Automotive Report
http://www.eulerhermes.com/economic-research/sector-risks/Global-Automotive-Report/Pages/default.aspx


Automotive Market Research Reports & Industry Analysis
Reports on several countries
https://www.marketresearch.com/Heavy-Industry-c1595/Transportation-Shipping-c95/Automotive-c242/


Global Automotive Consumer Study. Consumer trends on advanced vehicle technology
https://www2.deloitte.com/us/en/pages/manufacturing/articles/automotive-trends-millennials-consumer-study.html


Global Auto Sales Set to Reach 93.5 Million in 2017, but Risk is Greater than Ever, IHS Markit Says
http://news.ihsmarkit.com/press-release/global-auto-sales-set-reach-935-million-2017-risk-greater-ever-ihs-markit-says


7 trends in automotive supply to watch in 2017
http://rsmus.com/what-we-do/industries/industrial-products/automotive/7-trends-in-automotive-supply-to-watch-in-2017.html


Top 5 Trends in the Automotive Industry for 2017
https://www.infinitiresearch.com/thoughts/top-5-trends-automotive-industry-2017


Auto Parts Manufacturing in Canada: Market Research Report
https://www.ibisworld.ca/industry/auto-parts-manufacturing.html


Further information:
http://www.euromonitor.com/automotive
http://www.automotiveresearch.com/

 

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Lesen Sie die vorherigen Ausgaben der Kolumne:
Ein Blick auf die Märkte: Borealis, DuPont, PolyOne
Ein Blick auf die Märkte: Benteler, Vallourec, Webco Industries
Ein Blick auf die Märkte: Bekaert, Salzgitter, Voestalpine
Ein Blick auf die Märkte: Bossard, Norma Group, SFS
Ein Blick auf die Märkte: Aurubis, Huber+Suhner, Leoni
Die Informationen wurden von Dipl.-Ing. Konrad Dengler zusammengestellt, einem auf Industrieaktivitäten spezialisierten Fachjournalisten.


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René Branders, FIB Belgium s.a. - Belgien: "Wir sind online seit mehreren Jahren und sind mit Expometals sehr zufrieden. Das Google-Ranking das uns das Portal gibt ist ausgezeichnet. Die Plattform ist einfach zu verwalten und effizient!"

Pietro Tocchetti, Cometo S.n.c. - Italien: "Wir haben mehrere Angebotsanfragen durch Expometals bekommen, und mehr als eine kam zu einem erfolgreichen Abschluss."

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