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China importiert weniger Eisenerz

China importiert weniger Eisenerz

China importiert weniger Eisenerz. Das erste Mal seit Jahren sinken Chinas Eisenerzimporte. Im Jahr 2010 wurden nur noch etwa 60 Prozent des chinesischen Eisenerzverbrauchs aus dem Ausland importiert. Bis Oktober 2010 sanken Chinas Eisenerzimporte sieben Monate infolge. In den ersten zehn Monaten 2010 führte China 2,2 Prozent weniger Eisenerz gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein. Der Anteil des importierten Eisenerz an dem chinesischen Eisenerzverbrauch ist von 70 Prozent im Jahr 2009 auf etwa 60 Prozent heute zurückgegangen. Diese Veränderungen sind auf die Umstellung bei der Preisgestaltung von den drei Rohstoffkonzernen, Rio Tinto, Vale und BHP, und auf die Preisanstiege von Eisenerz zurückzuführen. Rio Tinto, Vale und BHP sind die wichtigsten Eisenerzproduzenten auf der Welt. 2010 begannen die drei Rohstoffkonzerne, nicht mehr auf Jahresbasis, sondern auf Quartalsbasis die internationalen Rohstoffverträge zu unterzeichnen. Vorher verhandelten sie immer jährlich mit ihren Handelspartnern über den Eisenerzpreis. Danach überholten die Eisenerzpreise aus Brasilien und Australien in dieser zweiten Jahreshälfte die aus Indien. In den vergangenen Jahren waren die Preise aus Brasilien und Australien stets niedriger als die aus Indien. Vor diesem Hintergrund verstärkte China im Inland den Abbau von Eisenerz, das einen Teil der Nachfrage der chinesischen Stahlindustrie befriedigte. In den ersten zehn Monaten produzierte China insgesamt 870,94 Millionen Tonnen Eisenerz, ein Wachstum um 24,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Außerdem beteiligten sich die chinesischen Unternehmen aktiv im Ausland an Eisenerzminen. Luo erklärte, China werde während des zwölften Fünfjahresplans (2011-2015) die Gesamtproduktion von Stahl, Kohle und zehn Bundmetallen kontrollieren. Deshalb soll die chinesische Stahlindustrie inzwischen ihre Produktion kontrollieren und die rückständige Kapazität aussondern. Die ganze Branche leidet unter Überkapazität, die Unternehmen mit einem niedrigen technischen Niveau tragen zu 40 Prozent zu dieser Überkapazität bei. Der chinesische Stahlverbrauch könnte während des 12. Fünfjahresplans den Spitzenwert von 700 bis 800 Millionen Tonnen erreichen, prognostiziert Cai Jin Vizedirektor des chinesischen Logistikverbandes.

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Mittwoch, 15. Dezember 2010

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