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US-Stahlimporte aus Österreich um 60 Prozent gestiegen

US-Stahlimporte aus Österreich um 60 Prozent gestiegen

US-Stahlimporte aus Österreich um 60 Prozent gestiegen.
Für österreichische Stahlhersteller sind die USA ein kleiner Markt. Dennoch: Die Ausfuhren steigen heuer deutlich an
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Der Hunger der US-Wirtschaft nach Stahl ist ungebrochen. Allein in den ersten drei Quartalen stieg das Importvolumen um 55,8 Prozent auf knapp 16,7 Millionen Tonnen, der Wert des eingekauften Stahls um 31,2 Prozent auf 17,1 Milliarden Dollar. Im Oktober wurde 10,1 Prozent mehr Stahl importiert als im Vergleichsmonat des Vorjahres und 32,6 Prozent mehr dafür bezahlt, 1,83 Milliarden Dollar.
Vom steigenden US-Stahlbedarf profitieren naturgemäss die Stahlkocher der grossen Herstellerländer und traditionellen Lieferländer wie Kanada am meisten. Kanada war auch in den ersten drei Quartalen mit 4,8 Millionen Tonnen (+88,2 Prozent) der wichtiges US-Partner. Mexico kam auf knapp zwei Millionen Tonnen, Korea auf 1,35 Millionen Tonnen. Russland konnte die Lieferungen auf 1,04 Millionen Tonnen gar verdreifachen, dafür fiel China um 48,6 Prozent auf 608.000 Tonnen zurück und wird wohl bald von Brasilien eingeholt (+41,3 Prozent auf 565.000 Tonnen).

Diese Zahlen gehen aus der jüngsten Importstatistik des US-Handelsministeriums hervor. Zu den Hauptprofiteuren zählen auch die Stahlkocher in Europa. Sie legten in den ersten drei Quartalen um 89,8 Prozent auf 4,56 Millionen Tonnen zu. Das Stahl-Wert in diesen Zeitraum betrug 5,3 Milliarden Dollar, +36 Prozent.

Mit Deutschland, Holland, Italien, Grossbritannien, Schweden oder Spanien kann Österreich bei weitem nicht mithalten. Allerdings: Voestalpine und andere heimische Hersteller sind in den USA gut angeschrieben. 139.323 Tonnen Stahl in den ersten drei Quartalen bedeuten ein Plus von 37 Prozent und 234 Millionen Dollar. Ausgezeichnet lief aus heimischer Sicht der Oktober. Die Lieferungen in die USA konnten um 60,3 Prozent auf 14.380 Tonnen erhöht werden, brachte 26,69 Millionen Dollar oder 70,9 Prozent mehr als die Stahllieferungen im Oktober 2009.

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Donnerstag, 2. Dezember 2010