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WTO missbilligt EU-Strafzölle für Schrauben aus China

WTO missbilligt EU-Strafzölle für Schrauben aus China

WTO missbilligt EU-Strafzölle für Schrauben aus China.

China hat im Streit mit der Europäischen Union über Strafzölle auf Schrauben und Bolzen einen Sieg errungen.
Die Welthandelsorganisation (WTO) missbilligte das Vorgehen der EU am Freitag. Die Maßnahmen verstießen in vielen Fällen gegen internationales Handelsrecht und müssten überprüft werden, befand ein WTO-Gremium. Es war der erste Streit zwischen dem asiatischen Land und der EU, der vor der WTO ausgetragen wurde. Der Entscheid ist ein Rückschlag für den Umgang der EU mit Importen aus Ländern, die nicht als Marktwirtschaften eingestuft werden. Dies betrifft neben China etwa Staaten wie Vietnam und Kuba. Die EU belegt ganze Branchen anstatt einzelne Firmen aus diesen Ländern mit Strafzöllen.

Die EU-Strafzölle auf Schrauben und Bolzen gelten seit Januar 2009. Von der Erhöhung um bis zu 85 Prozent sind Hunderte chinesische Unternehmen betroffen, die etwa Teile für die Auto-Produktion herstellen. Die EU warf ihnen vor, ihre Produkte zu Dumping-Preisen zu vertreiben. Die Regierung in Peking forderte die EU nun auf, die Abgaben zurückzunehmen. Binnen 60 Tagen kann gegen das Urteil Berufung eingelegt werden.

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Montag, 6. Dezember 2010